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	<item>
		<title>Davos: Logik eines Hardware-Upgrades</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/davos-logik-eines-hardware-upgrades/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2025 11:54:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung, 20.01.2025, NABU Krüger: Die Erde passt nicht zu der Art wie wir Business machen wollen Berlin/Davos – Der Global Risks Report des Weltwirtschaftsforums (WEF) benennt die größten Herausforderungen, denen sich die Weltgemeinschaft im kommenden Jahr und im nächsten Jahrzehnt stellen muss. Demnach dominieren Umweltrisiken die Risikoeinschätzung für das kommende Jahrzehnt: Extreme Wetterereignisse, der Verlust [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20825428" style="width: 1930px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/hardware_technik_upgrade_davos_pixabay_moebiusdream.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20825428" class="size-full wp-image-20825428" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/hardware_technik_upgrade_davos_pixabay_moebiusdream.jpg" alt="Nahaufnahme einer Platine" width="1920" height="1440" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/hardware_technik_upgrade_davos_pixabay_moebiusdream.jpg 1920w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/hardware_technik_upgrade_davos_pixabay_moebiusdream-1280x960.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/hardware_technik_upgrade_davos_pixabay_moebiusdream-980x735.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/hardware_technik_upgrade_davos_pixabay_moebiusdream-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" /></a><p id="caption-attachment-20825428" class="wp-caption-text">© moebiusdream / Pixabay</p></div>
<p>Pressemitteilung, 20.01.2025, NABU</p>
<p>Krüger:<em> Die Erde passt nicht zu der Art wie wir Business machen wollen</em></p>
<p>Berlin/Davos – Der Global Risks Report des Weltwirtschaftsforums (WEF) benennt die größten Herausforderungen, denen sich die Weltgemeinschaft im kommenden Jahr und im nächsten Jahrzehnt stellen muss. Demnach dominieren Umweltrisiken die Risikoeinschätzung für das kommende Jahrzehnt: Extreme Wetterereignisse, der Verlust der biologischen Vielfalt und der Zusammenbruch von Ökosystemen werden als die gravierendsten langfristigen Risiken angesehen. Sie geben einen Hinweis, dass die Art und Weise, wie die Weltwirtschaft wirtschaften will, nicht zur Hardware des Planeten Erde passt. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger:</p>
<p>„Wenn sich in diesen Tagen die globalen Entscheidungsträger der Weltwirtschaft in Davos treffen, dann wird deutlich, dass die Hardware unseres Planeten mit ihren Plänen nicht mehr Schritt hält. Das lässt nur zwei Möglichkeiten zu: Hardware-Upgrade oder wir arbeiten an einer Software, die besser auf die Hardware abgestimmt ist.“</p>
<p>Steigende Temperaturen, schwindende Wälder, verschmutzte Meere und ein alarmierender Verlust an biologischer Vielfalt zeigen: Die planetaren Belastungsgrenzen sind erreicht, vielerorts bereits überschritten. Die Natur sendet unmissverständliche Warnsignale – Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände sind keine Einzelereignisse mehr, sondern gehören zum Alltag.</p>
<p>Krüger weiter: „Das Weltwirtschaftsforum kann die Weichen für eine nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft stellen. Die wirtschaftlichen Risiken, die der aktuelle Global Risks Report aufzeigt, sind ein deutlicher Weckruf: Ohne entschlossenes Handeln wird die ökologische Krise zur ökonomischen Katastrophe. Ohne intakte Ökosysteme und eine gesunde Umwelt gibt es keine langfristige wirtschaftliche Sicherheit“.</p>
<p>Diese Herausforderungen betreffen auch Deutschland und Europa unmittelbar. Extreme Wetterereignisse, der Verlust von Lebensräumen und die Belastung der Gewässer erfordern dringendes Handeln. Die EU-Wiederherstellungsverordnung bietet eine Chance, den ökologischen Verlusten entgegenzuwirken. Sie setzt klare Ziele für die Renaturierung geschädigter Ökosysteme und fordert ein ambitioniertes politisches Engagement sowie eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Krüger: „Davon ist im Wahlkampf noch nichts zu spüren.“</p>
<p>HINTERGRUND: Der Global Risks Report 2025 des Weltwirtschaftsforums (WEF) benennt die größten Herausforderungen, die die Weltgemeinschaft im kommenden Jahr und innerhalb des nächsten Jahrzehnts bewältigen muss. In einer Umfrage unter mehr als 900 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik werden insbesondere klimabedingte extreme Wetterereignisse als eines der drängendsten kurzfristigen Risiken hervorgehoben. Über einen Zeitraum von zehn Jahren betrachtet dominieren Umweltgefahren die Risikolandschaft: Extreme Wetterereignisse, der Verlust der biologischen Vielfalt und der Zusammenbruch von Ökosystemen zählen zu den gravierendsten Bedrohungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.nabu.de/presse/pressemitteilungen/www.facebook.com/www.nabu.de/downloads/https.//https.//index.php?popup=true&amp;show=42542&amp;db=presseservice" target="_blank" rel="noopener">Diese Pressemitteilung</a> findet ihr beim <a href="https://www.nabu.de/" target="_blank" rel="noopener">NABU</a>.</p>
<p>Trotz der alarmierenden Prognosen und der eindringlichen Warnungen, wie sie Greta Thunberg 2019 mit <a href="https://www.deepwave.org/i-want-you-to-panic-16-jaehrige-greta-thunberg-spricht-in-davos/">ihrem Appell &#8222;I want you to panic&#8220;</a> beim Weltwirtschaftsforum vor sechs Jahren in Davos formulierte, zeigt die <a href="https://www.deepwave.org/gemeinsam-gegen-den-fossilen-irrweg-ccs-gesetz-stoppen/">Wirtschaftslandschaft kaum Fortschritte</a>. Solange die wirtschaftlichen Entscheidungsträger nicht bereit sind, die drängenden <a href="https://www.deepwave.org/nabu-gesunde-meere-als-grundlage-maritimer-wirtschaft/">Umweltherausforderungen</a> ernsthaft anzugehen, werden wir weiterhin an der Linie des <a href="https://www.deepwave.org/ccs-gesetz-mit-der-ampel-in-den-klima-jurassic-park/">ökologischen Abgrunds</a> balancieren.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>EU-Umweltrat: Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt soll verringert werden</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/eu-umweltrat-eintrag-von-kunststoffgranulat-in-die-umwelt-soll-verringert-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 20:22:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[BLUE STRAW]]></category>
		<category><![CDATA[Good News]]></category>
		<category><![CDATA[Plastic Pollution]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Pressemitteilung, 17.12.2024, BMUV &#160; Wichtiger Schritt gegen versehentlich freigesetztes Kunststoffgranulat Schätzungen der Europäischen Kommission zufolge werden jährlich 50.000 bis 180.000 Tonnen Kunststoffgranulat versehentlich freigesetzt, etwa beim Ver- oder Umladen oder durch undichte Behältnisse. Das ausgetretene Granulat wird zum Beispiel durch Wind oder Regen in die Umwelt weitertransportiert. Schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20825362" style="width: 2570px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/wikimedia_commons_kunststoffgranulat_mikroplastik_blau-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20825362" class="size-full wp-image-20825362" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/wikimedia_commons_kunststoffgranulat_mikroplastik_blau-scaled.jpg" alt="Nahaufnahme von blauem Kunststoffgranulat" width="2560" height="1437" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/wikimedia_commons_kunststoffgranulat_mikroplastik_blau-scaled.jpg 2560w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/wikimedia_commons_kunststoffgranulat_mikroplastik_blau-1280x719.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/wikimedia_commons_kunststoffgranulat_mikroplastik_blau-980x550.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/wikimedia_commons_kunststoffgranulat_mikroplastik_blau-480x269.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" /></a><p id="caption-attachment-20825362" class="wp-caption-text">© ISIPLAST / Wikimedia Commons (Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pressemitteilung, 17.12.2024, BMUV</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Wichtiger Schritt gegen versehentlich freigesetztes Kunststoffgranulat</h2>
<div class="c-ce-formated">
<p>Schätzungen der Europäischen Kommission zufolge werden jährlich 50.000 bis 180.000 Tonnen Kunststoffgranulat versehentlich freigesetzt, etwa beim Ver- oder Umladen oder durch undichte Behältnisse. Das ausgetretene Granulat wird zum Beispiel durch Wind oder Regen in die Umwelt weitertransportiert. Schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt können die Folge sein. Die Mitgliedstaaten der EU haben heute ihre gemeinsame Position (&#8222;Allgemeine Ausrichtung&#8220;) zum Vorschlag der EU-Kommission beschlossen. Künftig soll der ungewollte Eintrag von Kunststoffgranulat in die Umwelt bei der Herstellung, dem Transport und der Verarbeitung vermieden und vermindert werden. Der Verordnungsentwurf sieht Maßnahmen für Wirtschaftsbeteiligte vor, die mit Kunststoffgranulat umgehen (Hersteller, Transporteure, Verarbeiter).</p>
<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: &#8222;Mikroplastik ist eine der zentralen Herausforderungen bei der weltweiten Verschmutzung durch Plastikmüll. Gelangt Mikroplastik in die Umwelt, dann verbleibt es nahezu ewig in Flüssen, Meeren und Böden. Viel zu häufig landet Mikroplastik über unsere Äcker in unseren Lebensmitteln und damit auf unserem Teller. Diese Plastikvermüllung muss gestoppt werden. International setzt sich Deutschland für ein möglichst umfassendes, verpflichtendes, globales <abbr class="fr-abbr-item" title="United Nations">UN</abbr>-Abkommen gegen Plastikmüll ein. Zugleich gehen wir in der EU voran: Mit der Kunststoffgranulat-Verordnung wollen wir eine wichtige Quelle für Mikroplastik endlich schließen. Mir ist es wichtig, dass wir die Verordnung mit Augenmaß ausgestalten: Neue Vorgaben müssen nicht zwingend zu mehr Papierkram bei Unternehmen und Aufwand bei Behörden führen. Wir brauchen in der EU eine zukunftsfähige, praxistaugliche und verlässliche Rechtsgrundlage.&#8220;</p>
<p>Teil des Europäischen Green Deals und Ziel der EU ist es, die Einträge von Mikroplastik in die Umwelt bis 2030 um 30 Prozent zu verringern. Mikroplastik kann durch bewusst zugesetzte Mikroplastikpartikel aus Produkten und durch unbeabsichtigte Freisetzungen, zum Beispiel von Kunststoffgranulat, in die Umwelt gelangen. Durch das Eindringen von Mikroplastik in Luft, Gewässer und Böden sowie die Nahrungskette werden die Ökosysteme geschädigt, die biologische Vielfalt und gegebenenfalls auch die menschliche Gesundheit bedroht. Insbesondere die ungewollte Freisetzung von Kunststoffgranulat ist auf unzureichende Handhabungspraktiken zurückzuführen und demzufolge weitgehend vermeidbar.</p>
<p>Die Europäische Kommission hat im Oktober 2023 einen Verordnungsvorschlag vorgelegt, der darauf abzielt, die durch den unbeabsichtigten Eintrag von Kunststoffgranulat verursachte Umweltverschmutzung zu verringern. Dazu soll der Verlust von Kunststoffgranulat, verursacht durch die derzeitigen Handhabungspraktiken, möglichst weitgehend vermieden, eingedämmt und Verluste umgehend beseitigt werden. Kunststoffgranulat ist die drittgrößte Quelle für unbeabsichtigte Einträge von Mikroplastik in die Umwelt. Die EU-Kommission erwartet, mit dem vorliegenden Vorschlag einen wesentlichen Beitrag zum europäischen Reduktionsziel zu leisten.</p>
<p>Der Verordnungsentwurf enthält die Entwicklung einer standardisierten Methode zur Bemessung von Kunststoffgranulatverlusten und deren EU-weiten obligatorischen Anwendung. Wesentliche weitere Inhalte des Verordnungs-Vorschlags sind verbindliche technische, organisatorische und sonstige Anforderungen zur Vermeidung und Eindämmung von Kunststoffgranulatverlusten und umgehenden Beseitigung von freigesetztem Kunststoffgranulat. Ergänzend werden für mittlere und große Unternehmen Zertifizierungen gefordert.</p>
<p>Der Rat hat gegenüber dem ursprünglichen Kommissionsvorschlag Änderungen vorgenommen. Es wurden unter anderem einige Definitionen angepasst, Regelungen für Seeschiffe in EU-Häfen ergänzt, die Möglichkeit aufgenommen, der zukünftigen Verordnung auch über eine Ergänzung der Genehmigung nachkommen zu können. Deutschland strebt an, in den nun kommenden Trilogen weitere Verbesserungen in Hinblick auf die Effizienz der Regelungen zu erreichen, und hat dazu eine Protokollerklärung abgegeben.</p>
<p>Die heute beschlossene &#8222;Allgemeine Ausrichtung&#8220; stellt die Grundlage des Rats für die anstehenden Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission im Rahmen von Trilogen dar. Mit einer Einigung zwischen dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und dem Rat ist in den nächsten sechs Monaten zu rechnen.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.bmuv.de/pressemitteilung/eu-umweltrat-eintrag-von-mikroplastik-in-die-umwelt-soll-verringert-werden">Diese Pressemitteilung</a> findet ihr beim <a href="https://www.bmuv.de/">BMUV</a>.</p>
<p>Bereits 2023 trat in der EU ein Verbot von Mikroplastik in Kraft, welches <a href="https://www.deepwave.org/verbot-von-mikroplastik-eu-zu-zaghaft/">vom BUND jedoch als unzureichend kritisiert wurde</a>. Die Freisetzung von Mikroplastik muss <a href="https://www.deepwave.org/vermeidung-des-mikroplastikeintrags-in-die-marine-umwelt-workshop/">dringend gestoppt</a> werden, denn es ist inzwischen überall, in der <a href="https://www.deepwave.org/arktische-eisalgen-stark-mit-mikroplastik-belastet/">Arktis</a>, in der <a href="https://www.deepwave.org/endstation-tiefsee-mikroplastik-belastet-meeresgrund-noch-staerker-als-angenommen/">Tiefsee</a> und auch <a href="https://www.deepwave.org/mikroplastik-ist-ueberall-sogar-in-der-luft/">Luft</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/eu-umweltrat-eintrag-von-kunststoffgranulat-in-die-umwelt-soll-verringert-werden/">EU-Umweltrat: Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt soll verringert werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Guter Fisch“ zum Weihnachtsfest</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/guter-fisch-zum-weihnachtsfest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 15:55:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Überfischung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung, 17.12.2024, GEOMAR &#160; Forschungseinrichtungen, Umweltverbände und die Verbraucherzentralen aktualisieren die gemeinsame Liste „Guter Fisch“ für bewussten Einkauf von Meeresfisch &#160; 17.12.2024/Kiel. Weihnachten steht vor der Tür und damit auch die Frage nach dem Festessen. Gerade Fisch ist beliebt, doch „guter Fisch“ ist immer seltener zu haben. Überfischung, Zerstörung von Lebensräumen und hohe Beifangmengen sorgen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/guter-fisch-zum-weihnachtsfest/">„Guter Fisch“ zum Weihnachtsfest</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="news-detail__headline">
<div id="attachment_20825343" style="width: 2570px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/david-foodphototasty-unsplash_guter_fisch_gegrillte_dorade-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20825343" class="size-full wp-image-20825343" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/david-foodphototasty-unsplash_guter_fisch_gegrillte_dorade-scaled.jpg" alt="&quot;Guter Fisch&quot; - eine gegrillte Dorade liegt auf einem Silberteller" width="2560" height="1709" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/david-foodphototasty-unsplash_guter_fisch_gegrillte_dorade-scaled.jpg 2560w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/david-foodphototasty-unsplash_guter_fisch_gegrillte_dorade-1280x855.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/david-foodphototasty-unsplash_guter_fisch_gegrillte_dorade-980x654.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/david-foodphototasty-unsplash_guter_fisch_gegrillte_dorade-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" /></a><p id="caption-attachment-20825343" class="wp-caption-text">© David Foodphototasty / Unsplash</p></div>
<p>Pressemitteilung, 17.12.2024, GEOMAR</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Forschungseinrichtungen, Umweltverbände und die Verbraucherzentralen aktualisieren die gemeinsame Liste „Guter Fisch“ für bewussten Einkauf von Meeresfisch</h4>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="news-detail__teaser">
<p><strong>17.12.2024/Kiel. Weihnachten steht vor der Tür und damit auch die Frage nach dem Festessen. Gerade Fisch ist beliebt, doch „guter Fisch“ ist immer seltener zu haben. Überfischung, Zerstörung von Lebensräumen und hohe Beifangmengen sorgen dafür, dass die nachhaltige Wahl beim Einkauf immer schwerer fällt. Deshalb haben die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), der World Wide Fund For Nature (WWF) und die Verbraucherzentralen die gemeinsame Liste „Guter Fisch“ aktualisiert. Für eine gute Wahl sollten Verbraucher:innen, Händler:innen und Restaurantbetreiber:innen vorrangig Fische und Muscheln kaufen, die mit der Liste übereinstimmen.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="news-detail__text">
<p><em>– Gemeinsame Pressemitteilung der Verbraucherzentralen, des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Deutschen Umwelthilfe, des Naturschutzbunds Deutschland und des World Wide Fund For Nature –</em></p>
<p>Die Liste <strong>„</strong>Guter Fisch” ist abermals kürzer geworden: Nur noch neun Arten sind uneingeschränkt, drei weitere bedingt empfehlenswert. Auf der Liste finden sich allerdings weiterhin regionale Plattfische wie Scholle, Kliesche und Flunder aus der Ostsee, dazu ausgewählte Bestände von Thunfisch, Seelachs, Stöcker und Miesmuscheln sowie erstmals Schellfisch. Anlass zur Sorge geben Wildlachs und Hering, so dass nur noch je ein Bestand bedingt empfohlen werden kann. Für alle Empfehlungen gilt, dass die Fische mit den in der Liste beschriebenen Fangmethoden gefangen worden sein müssen.</p>
<p><strong>Zustand der Heringsbestände deutlich verschlechtert</strong></p>
<p>Nachdem im letzten Jahr schon Makrele und Sprotte von der Liste gestrichen werden mussten, hat sich nun der Zustand der Heringsbestände deutlich verschlechtert. Heringe aus der Nordsee und der nördlichen Irischen See sollten überhaupt nicht mehr verzehrt werden, Ostseeheringe aus dem Golf von Riga sind nur noch bedingt empfehlenswert. Auch die einst empfehlenswerten Lachsbestände in Alaska geben Anlass zur Sorge, so dass Rotlachs gar nicht mehr und Ketalachs nur noch bedingt empfehlenswert ist.</p>
<p><strong>Dr. Rainer Froese</strong>, Meeresökologe und Fischereiwissenschaftler am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, erklärt: „Leider wird es immer schwieriger, nachhaltige Bestände für die ,Guter Fisch‘-Liste zu finden, denn die Überfischung unserer Meere hält an. Ein trauriges Beispiel ist der Nordseehering: Schon im letzten Jahr stand er nur als ,bedingt empfehlenswert‘ auf der Liste, und trotzdem sind die Fänge erneut viel zu hoch. Der Bestand schrumpfte weiter und musste folglich komplett von der Liste gestrichen werden.“</p>
<p><strong>Isabel Seeger</strong>, Fachreferentin Meeresschutz bei der Deutschen Umwelthilfe, erläutert: „Zusätzlich zu der anhaltenden Überfischung setzen Sauerstoffmangel und die Klimakrise den Fischbeständen zu. Der schlechte Umweltzustand der Meere behindert auch die Erholung von schon überfischten Beständen, wie zum Beispiel dem dezimierten Ostseedorsch, einem der einstigen ,Brotfische‘ unserer Ostseefischerei.“</p>
<p><strong>Dr. Kim Detloff</strong>, NABU-Leiter Meeresschutz, sagt: „Fischpopulationen kollabieren, Fischereibetriebe geben auf. Die Fischereipolitik der letzten Jahre ist gescheitert. Wir brauchen endlich ein ökosystembasiertes Fischereimanagement, ausgerichtet auf Nachhaltigkeit und Qualität statt auf kurzfristige wirtschaftliche Interessen. Wenn ,Guter Fisch‘ auf den Tellern landet, dann leisten Verbraucher:innen hierzu einen wichtigen Beitrag.“</p>
<p><strong>Dr. Philipp Kanstinger</strong>, WWF-Fischereiexperte, fügt hinzu: „Es ist besorgniserregend, dass keine Heringe, Sprotten oder Makrelen mehr uneingeschränkt zu empfehlen sind. In einem gesunden Ökosystem wären diese kleinen Schwarmfische reichlich vorhanden und damit sowohl eine nachhaltige Wahl für Verbraucher:innen, als auch Nahrungsgrundlage für Seevögel, Schweinswale, Robben und größere Fische, die auf sie als Nahrung angewiesen sind. Stattdessen werden diese Arten weiter überfischt, wobei die Fänge oftmals als Fischmehl an Nutztiere verfüttert werden.“</p>
<p>Die Nachfrage entscheidet mit, was der Markt liefert. Nachhaltige Kaufentscheidungen können deshalb helfen, die Umweltverträglichkeit der Fischerei zu beeinflussen. Auf Anfrage bei den wichtigsten Händlern und Anbietern von Fischprodukten antworteten Rewe und Edeka, dass sie einige Thunfisch-Konserven im Sortiment haben, die die Kriterien der Liste „Guter Fisch“ erfüllen. Netto führt in einem Tiefkühlprodukt den bedingt empfehlenswerten Keta-Lachs, Frosta verweist auf einige Alaska Seelachs-Angebote, die die Vorgaben zum allergrößten Teil einhalten.</p>
<p><strong>Dr. Britta Schautz</strong>, Expertin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Berlin: „Viele Verbraucher:innen essen gerne Fisch und kennen auch allgemein das Problem der Überfischung. Aber es fehlt ihnen an konkreten Hinweisen, welche Bestände davon betroffen sind. Mit Hilfe dieser Liste kann jeder einfach selbst entscheiden, welcher Fisch noch zu Weihnachten auf dem Tisch landen kann.“</p>
<p><strong>So funktioniert die Liste</strong></p>
<p>Für unverarbeiteten Fisch und Tiefkühlprodukte sind Angaben zu Fischart, Fangmethode und Fanggebiet verpflichtend. Diese sollten genau mit der Liste verglichen werden, damit am Ende kein Fisch aus einem stark bedrohten Bestand im Einkaufswagen landet. Allerdings ist die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung nicht immer ausreichend detailliert, um bewerten zu können, ob ein Produkt „guter Fisch“ ist. Im Zweifel ist eine gezielte Nachfrage zu empfehlen.</p>
<p>Neben der Herkunft ist die Fangmethode ein wichtiges Kriterium. Verschiedene Geräte wirken sich unterschiedlich auf die Bestände, den Meeresboden und die anderen Tiere im Ökosystem aus. Besonders schädlich sind Grundschleppnetze, da sie viel Beifang haben und den Meeresboden zerstören. Trotzdem werden sie vielerorts sogar noch in Meeresschutzgebieten eingesetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.geomar.de/news/article/guter-fisch-zum-weihnachtsfest">Diese Pressemitteilung</a> sowie die <a href="https://www.geomar.de/fileadmin/content/service/presse/Pressemitteilungen/2024/88_Guter_Fisch/Guter-Fisch-Liste_2024-2025_2.pdf">Liste &#8222;Guter Fisch&#8220;</a> findet ihr beim <a href="https://www.geomar.de/">GEOMAR</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<p>Es ist erschreckend, wie sehr die Liste „Guter Fisch“ geschrumpft ist – nur noch neun Fischarten sind uneingeschränkt empfehlenswert. Angesichts der fortschreitenden Überfischung, der Klimakrise und der Zerstörung von Lebensräumen ist es schwer vorstellbar, wie lange diese Empfehlungen noch Bestand haben können. Zwar bietet die Liste „Guter Fisch“ eine hilfreiche Orientierung für bewusstere Entscheidungen, doch aufgrund der alarmierenden Zustände der weltweiten Fischbestände empfehlen wir von DEEPWAVE, vollständig auf den Verzehr von Fisch zu verzichten und den Konsum von Meereslebewesen grundsätzlich zu überdenken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/guter-fisch-zum-weihnachtsfest/">„Guter Fisch“ zum Weihnachtsfest</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
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		<title>Nordsee-Fangquoten: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Beschlüsse als unzureichend</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/nordsee-fangquoten-deutsche-umwelthilfe-kritisiert-beschluesse-als-unzureichend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2024 14:49:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Überfischung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung, 11.12.2024, Deutsche Umwelthilfe • Quoten für Nordseehering und Nordseekabeljau gefährden Stabilität der Ökosysteme in Nord- und Ostsee • DUH fordert nachhaltiges, ökosystembasiertes Fischereimanagement Berlin, 11.12.2024: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die unzureichenden Ergebnisse der EU-Verhandlungen für die Fangquoten in der Nordsee. Besonders alarmierend sind die zu hoch festgelegten Quoten für Nordseehering, Nordseekabeljau und den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20825335" style="width: 2570px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/burkhard-kaufhold-unsplash_netz_fangquote_nordsee_grau-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20825335" class="wp-image-20825335 size-full" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/burkhard-kaufhold-unsplash_netz_fangquote_nordsee_grau-scaled.jpg" alt="Fangquoten - Ein braunes Fischereinetz liegt durcheinander auf einem Betonboden" width="2560" height="1706" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/burkhard-kaufhold-unsplash_netz_fangquote_nordsee_grau-scaled.jpg 2560w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/burkhard-kaufhold-unsplash_netz_fangquote_nordsee_grau-1280x853.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/burkhard-kaufhold-unsplash_netz_fangquote_nordsee_grau-980x653.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/burkhard-kaufhold-unsplash_netz_fangquote_nordsee_grau-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" /></a><p id="caption-attachment-20825335" class="wp-caption-text">© Burkhard Kaufhold / Unsplash</p></div>
<p>Pressemitteilung, 11.12.2024, Deutsche Umwelthilfe</p>
<p><strong>• Quoten für Nordseehering und Nordseekabeljau gefährden Stabilität der Ökosysteme in Nord- und Ostsee</strong></p>
<p><strong>• DUH fordert nachhaltiges, ökosystembasiertes Fischereimanagement</strong></p>
<p><u>Berlin, 11.12.2024</u>: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die unzureichenden Ergebnisse der EU-Verhandlungen für die Fangquoten in der Nordsee. Besonders alarmierend sind die zu hoch festgelegten Quoten für Nordseehering, Nordseekabeljau und den Europäischen Aal. Die DUH fordert stattdessen Fischereiminister Cem Özdemir und die EU auf, sofortige Maßnahmen für ein ökosystembasiertes Fischereimanagement zu ergreifen. Wie schädlich der fehlende Blick für das gesamte Ökosystem ist, zeigt sich vor allem beim Nordseehering: Zwar bleiben die Quoten innerhalb der wissenschaftlichen Maximalempfehlungen, diese Population vermischt sich jedoch mit dem stark gefährdeten westlichen Ostseehering. So wird nun trotz des seit Jahren bestehenden Fischereiverbots für den westlichen Ostseehering ein Großteil dieser bedrohten Fische erneut in Fangnetzen landen.</p>
<p>Dazu <u>Sascha Müller-Kraenner</u>, Bundesgeschäftsführer der DUH: <i>„Die nun beschlossenen Quoten für den Nordseehering ignorieren die Auswirkungen auf die Gesamtpopulation des Herings in Nord- und Ostsee und gefährden somit die Erholung beider Bestände. Die Fangquoten in der Nordsee müssen aus Sicht des Gesamtökosystems der deutschen Küstenmeere gedacht und niedriger angesetzt werden, um einen Wandel hin zu einem effektiven und nachhaltigen Fischereimanagement zu ermöglichen.“<br />
</i><br />
Der seit 1980 nicht erholte Nordseekabeljau-Bestand wurde in diesem Jahr über den maximalen wissenschaftlichen Empfehlungen beschlossen. Der wissenschaftlich empfohlene Fangstopp für den akut bedrohten Europäischen Aal wurde ebenfalls ignoriert.<br />
<u><br />
Svane Bender</u>, Bereichsleitung für Naturschutz und Biologische Vielfalt bei der DUH, erklärt: <i>„Die festgelegten Quoten für den Nordseekabeljau und den Europäischen Aal sind unzureichend und bedrohen ernsthaft die Stabilität unserer letzten Fischbestände. Insbesondere beim Nordseekabeljau überschreitet die jährliche Fangmenge wieder einmal das vereinbarte Limit. Wir fordern wirksame Maßnahmen gegen illegale Rückwürfe, den Einsatz selektiver Fanggeräte und strenge Kontrollen, um das Sterben von für die Fischerei nicht attraktiven Fischen zu verhindern.“<br />
</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/nordsee-fangquoten-deutsche-umwelthilfe-kritisiert-beschluesse-als-unzureichend/">Diese Pressemitteilung</a> findet ihr bei der <a href="https://www.duh.de/">Deutschen Umwelthilfe</a>.</p>
<p>Nicht nur die frisch beschlossenen EU-Fangquoten der Nordsee, sondern auch <a href="https://www.deepwave.org/eu-entscheidung-zu-ostsee-fangquoten/">die der Ostsee, fallen viel zu hoch aus</a>. Auch dort sind die (Beifang-) Quoten für Hering und Dorsch riskant und gefährden eine Erholung der Populationen. Besonders problematisch ist der Einsatz von <a href="https://www.deepwave.org/deutsche-umwelthilfe-zu-grundschleppnetzfischerei-in-der-ostsee-neue-verbote-gehen-immer-noch-nicht-weit-genug/">Grundschleppnetzen</a> beim Dorsch- bzw. Kabeljaufang, da sie nicht nur die Lebensräume am Meeresboden, sondern auch ihre Funktion als <a href="https://www.deepwave.org/schleppnetzfischerei-reduziert-kohlenstoffsenke/">Kohlenstoffsenke</a> schwer beschädigen.</p>
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		<title>Wie reagieren marine Nahrungsnetze auf Alkalinitätserhöhungen?</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/wie-reagieren-marine-nahrungsnetze-auf-alkalinitaetserhoehungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 13:08:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Good News]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>© Epipelagic / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0) Pressemitteilung, 06.12.2024, GEOMAR &#160; Erste Studie zeigt vielversprechende Ergebnisse 06.12.2024/Kiel. Um den Klimawandel einzudämmen, müssen die vom Menschen verursachten Kohlendioxid-Emissionen so schnell und umfassend wie möglich reduziert werden. Zusätzlich muss ein Teil des von uns bereits ausgestoßenen CO2 sicher aus der Atmosphäre entfernt werden. Ein Lösungsansatz dafür [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/wie-reagieren-marine-nahrungsnetze-auf-alkalinitaetserhoehungen/">Wie reagieren marine Nahrungsnetze auf Alkalinitätserhöhungen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="news-detail__headline">
<div class="mceTemp"></div>
<p><a style="font-weight: bold;" href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/Marine_microplankton_zooplankton_nahrungsnetze.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-20825375" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/Marine_microplankton_zooplankton_nahrungsnetze.jpg" alt="Alkalinitätserhöhung - Mikroskopaufnahme einer gemischten Zooplanktonprobe" width="1322" height="924" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/Marine_microplankton_zooplankton_nahrungsnetze.jpg 1322w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/Marine_microplankton_zooplankton_nahrungsnetze-1280x895.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/Marine_microplankton_zooplankton_nahrungsnetze-980x685.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/Marine_microplankton_zooplankton_nahrungsnetze-480x335.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1322px, 100vw" /></a>© Epipelagic / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)</p>
<p>Pressemitteilung, 06.12.2024, GEOMAR</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Erste Studie zeigt vielversprechende Ergebnisse</h4>
</div>
<div class="news-detail__teaser">
<p><strong>06.12.2024/Kiel. Um den Klimawandel einzudämmen, müssen die vom Menschen verursachten Kohlendioxid-Emissionen so schnell und umfassend wie möglich reduziert werden. Zusätzlich muss ein Teil des von uns bereits ausgestoßenen CO2 sicher aus der Atmosphäre entfernt werden. Ein Lösungsansatz dafür ist, die natürliche CO2-Aufnahme des Ozeans durch Alkalinitätserhöhung zu beschleunigen. Dabei wird der Prozess der Gesteinsverwitterung nachgeahmt, indem gemahlenes oder gelöstes Gestein direkt dem Meerwasser zugegeben wird. Bislang ist noch wenig über die Auswirkungen bekannt, die diese Methode auf das Leben im Meer hat. Jetzt konnte eine Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigen, dass die Auswirkungen auf Zooplankton unter bestimmten Voraussetzungen gering wären und das Nahrungsnetz stabil bliebe. Die Ergebnisse erscheinen heute in dem Fachjournal Science Advances.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div class="news-detail__text">
<p>Der Ozean nimmt bereits heute ein Viertel bis ein Drittel der vom Menschen verursachten CO<sub>2</sub>-Emissionen auf, doch dieser Prozess führt auch zur Versauerung des Wassers. Durch den gezielten Eintrag von bestimmten Mineralien kann die Alkalinität des Meerwassers erhöht werden. Das bedeutet, dass das Wasser dann mehr CO<sub>2</sub> chemisch binden kann, ohne weiter zu versauern. Welche Auswirkungen eine Alkalinitätserhöhung (<em>Ocean Alkalinity Enhancement</em>, OAE) auf die Umwelt hätte, ist noch wenig erforscht. Wissenschaftler:innen aus der Gruppe von Professor Dr. Ulf Riebesell am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel haben nun im Rahmen des europäischen Projekts OceanNETs in einem Experiment auf Gran Canaria erstmals die Reaktion von Zooplankton und mögliche Auswirkungen auf das Nahrungsnetz untersucht. Ihre Ergebnisse erscheinen heute in der Fachzeitschrift <em>Science Advances.</em></p>
<p><strong>Experiment im Riesen-Reagenzglas</strong></p>
<p>Die Studie hat einen Ansatz gewählt, der die Meereschemie nur geringfügig stört: die CO₂-equilibrierte Alkalinitätserhöhung – eine Form von OAE, bei der der zu bindende Kohlenstoff bereits vom alkalisierten Wasser absorbiert wurde, bevor er in die Meeresumwelt freigesetzt wird. Für ihr Experiment setzten die Wissenschaftler:innen sogenannte KOSMOS-Mesokosmen ein (Kiel Off-Shore Mesocosms for Ocean Simulations) – große Behälter, die direkt ins Meerwasser gelassen werden und dort jeweils acht Kubikmeter Wassersäule isolieren. In diese wurden verschiedene Konzentrationen von Natriumkarbonat und -hydrogenkarbonat (auch als Soda, bzw. Backpulver bekannt) eingebracht – von keiner Alkalinitätssteigerung bis hin zur Verdopplung der natürlichen Alkalinität. Über einen Zeitraum von 33 Tagen wurde untersucht, wie sich die Alkalinisierung auf das Zooplankton auswirkt, das eine zentrale Rolle im marinen Nahrungsnetz spielt. Dafür analysierten die Forschenden eine Vielzahl von Parametern wie Biomasse, Produktion, Diversität und Fettsäuren des Zooplanktons.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass die Planktongemeinschaften stabil blieben und das Zooplankton die moderaten chemischen Veränderungen durch die CO<sub>2</sub>-equilibrierte OAE weitgehend tolerierte. Zwar verschlechterte sich während des Experiments die Nahrungsqualität der Schwebstoffe, von denen sich das Zooplankton ernährt, doch dies schien die Konsumenten nicht zu beeinträchtigen. Die Forschenden vermuten, dass die nährstoffarmen Bedingungen im Untersuchungsgebiet – ein charakteristisches Merkmal subtropischer Gewässer – mögliche indirekte Auswirkungen der OAE auf das Zooplankton abgemildert haben könnten.</p>
<p><strong>Potenzial im Klimaschutz und weiterer Forschungsbedarf</strong></p>
<p>Die Alkalinitätserhöhung könnte eine bedeutende Rolle bei der Entnahme von CO<sub>2</sub> aus der Atmosphäre im Kampf gegen den Klimawandel spielen. Wenn der Ozean mehr CO<sub>2</sub> aufnehmen kann, ohne saurer zu werden, könnte er ein noch stärkerer Puffer gegen die globale Erwärmung werden und den Weg in eine Zukunft ebnen, in der kohlenstoffintensive Industrien durch erneuerbare Energien ersetzt, die Emissionen von Industrien, die nicht dekarbonisiert werden können, neutralisiert und historische Kohlenstoffemissionen sicher entfernt und gelagert werden. Es besteht jedoch noch dringender Forschungsbedarf, um die Auswirkungen auf das gesamte marine Ökosystem zu klären.</p>
<p>„Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass die CO<sub>2</sub>-equilibrierte Alkalinitätserhöhung das Zooplankton in dem untersuchten nährstoffarmen subtropischen Gebiet nur geringfügig beeinflusst und das Nahrungsnetz insgesamt stabil bleibt“, erklärt Erstautor Nicolás Sánchez, Doktorand am GEOMAR, „das sagt allerdings noch nichts darüber aus, wie andere marine Umgebungen darauf reagieren oder wie sicher andere, technisch besser umsetzbare OAE-Ansätze sind, die größere chemische Veränderungen im Meerwasser verursachen.“</p>
<p>Die Wissenschaftler:innen empfehlen daher, die Methode in verschiedenen Ökosystemen weiter zu erforschen, da es keinen universellen OAE-Ansatz geben wird, der überall anwendbar ist. Die Methode müsse an die jeweiligen Bedingungen angepasst werden. Sánchez: „Unsere Studie ist ein vielversprechender erster Schritt zur Definition eines verantwortungsvollen Rahmens für die Anwendung der Alkalinitätserhöhung.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Originalpublikaton:</strong></p>
<p>Sánchez, N., Goldenberg, S., Brüggemann, D., Taucher, J., &amp; Riebesell, U. (2024). <em>Plankton food web structure and productivity under Ocean Alkalinity Enhancement.</em> Science Advances.</p>
<p><a href="https://doi.org/10.1126/sciadv.ado0264" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://doi.org/10.1126/sciadv.ado0264</a></p>
<p><strong>Förderung:</strong></p>
<p>Das Projekt OceanNETs (Ocean-based Negative Emission Technologies; Ozeanbasierte Technologien zur Entfernung von Kohlendioxid) läuft von 2020 bis 2025 und wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union gefördert. Die Studie wurde co-finanziert von dem Helmholtz European Partnering Projekt Ocean-CDR.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.geomar.de/news/article/zooplankton-toleriert-alkalinitaetserhoehung">Diese Pressemitteilung</a> findet ihr beim <a href="https://www.geomar.de/">GEOMAR</a>.</p>
<p>Die Alkalinitätserhöhung des Ozeans zeigt Potenzial, <a href="https://www.deepwave.org/schleppnetzfischerei-reduziert-kohlenstoffsenke/">CO2 zu binden</a> und die <a href="https://www.deepwave.org/ozeanversauerung-die-grenzen-der-anpassung/">Versauerung</a> zu verringern, birgt jedoch Risiken, die <a href="https://www.deepwave.org/eurosea-luecken-in-der-ozeanbeobachtung-schliessen/">weiter erforscht</a> werden müssen. Trotz dieser vielversprechenden Ansätze bleibt der <a href="https://www.deepwave.org/co2-speicherung-darf-ausstieg-aus-fossilen-energien-nicht-behindern/">Kohleausstieg und die umfassende Reduktion von CO2</a> die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/wie-reagieren-marine-nahrungsnetze-auf-alkalinitaetserhoehungen/">Wie reagieren marine Nahrungsnetze auf Alkalinitätserhöhungen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
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		<title>Neues Fischereiforschungsschiff des Bundes in Litauen auf Kiel gelegt</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/neues-fischereiforschungsschiff-des-bundes-in-litauen-auf-kiel-gelegt-walther-herwig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 08:06:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Good News]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.deepwave.org/?p=20825349</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung, 06.12.2024, Thünen Institut Es geht los: Der Bau des neuen Forschungsschiffs WALTHER HERWIG wurde am litauischen Werftstandort Klaipeda gestartet. Mit der Kiellegung beginnt im Ersatzbauprojekt eines der weltweit modernsten und leistungsfähigsten Schiffe für die deutsche Fischerei- und Meeresforschung die praktische Bauphase. 2027 soll die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) das Schiff als Reederin [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/neues-fischereiforschungsschiff-des-bundes-in-litauen-auf-kiel-gelegt-walther-herwig/">Neues Fischereiforschungsschiff des Bundes in Litauen auf Kiel gelegt</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20825350" style="width: 1610px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/walther_herwig_III_forschungsschiff_wikimedia_commons.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20825350" class="size-full wp-image-20825350" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/walther_herwig_III_forschungsschiff_wikimedia_commons.jpg" alt="WALTHER HERWIG III - Das Fischereiforschungsschiff bei strahlender Sonne" width="1600" height="892" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/walther_herwig_III_forschungsschiff_wikimedia_commons.jpg 1600w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/walther_herwig_III_forschungsschiff_wikimedia_commons-1280x714.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/walther_herwig_III_forschungsschiff_wikimedia_commons-980x546.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/walther_herwig_III_forschungsschiff_wikimedia_commons-480x268.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1600px, 100vw" /></a><p id="caption-attachment-20825350" class="wp-caption-text">© Wikimedia Commons (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)</p></div>
<p>Pressemitteilung, 06.12.2024, Thünen Institut</p>
<p><strong>Es geht los: Der Bau des neuen Forschungsschiffs WALTHER HERWIG wurde am litauischen Werftstandort Klaipeda gestartet. Mit der Kiellegung beginnt im Ersatzbauprojekt eines der weltweit modernsten und leistungsfähigsten Schiffe für die deutsche Fischerei- und Meeresforschung die praktische Bauphase.</strong></p>
<p>2027 soll die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) das Schiff als Reederin in Betrieb nehmen. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Thünen-Instituts wird mit diesem Schiff interdisziplinäre Fischereiforschung auf höchstem Niveau ermöglicht.</p>
<p>Vorgesehen ist, dass der Schiffskörper zunächst in Litauen mit den technischen Großkomponenten, wie beispielsweise der Motorenanlage, vorgefertigt wird. Ende kommenden Jahres soll der Rumpf nach Deutschland zur Auftraggeberwerft, der Fr. Fassmer GmbH &amp; Co. KG, zur Endmontage verbracht werden. Die Indienststellung des Schiffes ist für Sommer 2027 geplant.</p>
<p>„Der Klimawandel verändert die Ökosysteme in den Meeren mit dramatischer Geschwindigkeit. Um die Auswirkungen auf die Fischbestände zu verstehen und der Politik Empfehlungen für deren nachhaltige Bewirtschaftung geben zu können, brauchen wir eine Plattform mit modernster Technik, von der aus wir die Veränderungen physikalischer Parameter ebenso beobachten und messen können wie Großwale.“ Mit diesen Worten verdeutlicht Dr. Gerd Kraus, Leiter des Thünen-Instituts für Seefischerei, den Nutzen des neuen Fischereiforschungsschiffs (FFS) des Bundes. Dieses hat Einiges zu bieten: Mit rund 85 Metern Länge und etwa 18 Metern Breite entsteht das größte Schiff in der Flotte der deutschen FFS. Es bietet Platz für ungefähr 46 Personen.</p>
<h4>Kapitän: Neue Chancen für die Zusammenarbeit aller Beteiligten</h4>
<p>BLE-Forschungsschiffkapitän Stefan Meier weist auf die besondere Aufgabe hin, das neue Fischereiforschungsschiff als zukünftiger Kapitän mit zu entwickeln und zu sehen, wie aus den Planungsunterlagen ein realer Schiffskörper heranwächst. „Ich bin gespannt auf die Herausforderungen, die das neue Schiff bringen wird. Es bietet in vielerlei Hinsicht neue Chancen für die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Crew und Reederei. Ich freue mich sehr darauf, mit dem Schiff in See zu stechen und zu beobachten, wie es sich vor allem in der rauen See des Nordatlantiks verhält. Hochinteressant ist es auch, mit der neuesten Technik an Bord zu arbeiten und diese verbesserten Möglichkeiten auszuprobieren und einzusetzen“, so Meier.</p>
<h4>Modernste Ausrüstung für genaue Messmethoden</h4>
<p>Zur Ausrüstung gehören unter anderem zehn Labore, Arbeitskräne, eine Vorrichtung für pelagische und demersale Fischerei sowie Twin-Trawling, ein Heckkran und ein Aussetzsystem für Forschungsarbeiten in der Tiefe. Ein großes freies Arbeitsdeck und diverse Container-Stellplätze dienen als multifunktionale Auslegung mit Zukunftsreserven. So ermöglicht es dem Thünen-Institut als Nutzer des Schiffes das Monitoring wichtiger Fischbestände, meeresökologische Untersuchungen mit modernsten Methoden, aber auch mee-reschemische und physikalische Messungen sowie die Erforschung von Auswirkungen der Fischerei auf die Meeresumwelt. Damit schafft die Bundesre-gierung eine Grundlage dafür, die nachhaltige Nutzung der lebenden Meeres-ressourcen und den Schutz der marinen Ökosysteme in Einklang zu bringen.</p>
<h4>Klimaneutralität dank Methanol möglich FFS WALTHER HERWIG bekommt einen dieselelektrischen Antrieb.</h4>
<p>Dank der Abgasnachbehandlung durch SCR-Katalysatoren und Rußpartikelfilter werden anspruchsvolle Abgasvorschriften erfüllt und damit der gesetzliche Standard übertroffen. Die Grenzwerte des „Blauen Engels“ für umweltfreundliches Schiffsdesign (RAL-UZ 141) und US EPA TIER IV werden ebenfalls unterschritten. Der Antrieb kann auf die Nutzung von Methanol als Kraftstoff umgerüstet werden (FuelReady).</p>
<h4>Die Projektbeteiligten</h4>
<p>Die Konzeption und Planung, das europaweite Vergabeverfahren sowie die technische Begleitung des Großprojektes übernahm federführend das Referat Schiffstechnik der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), unterstützt von einem Projektteam, dem die BLE als Auftraggeber und Reederin sowie das Thünen-Institut als künftiger Nutzer angehören.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.thuenen.de/de/newsroom/presse/aktuelle-pressemitteilungen/detailansicht/neues-fischereiforschungsschiff-des-bundes-in-litauen-auf-kiel-gelegt">Diese Pressemitteilung</a> findet ihr beim <a href="https://www.thuenen.de/">Thünen Institut</a>.</p>
<p>Die moderne Fischereiforschung ist unverzichtbar, um den Zustand der Fischpopulationen und die Auswirkungen <a href="https://www.deepwave.org/nordsee-fangquoten-deutsche-umwelthilfe-kritisiert-beschluesse-als-unzureichend/">menschlicher Eingriffe</a> sowie des Klimawandels auf marine Ökosysteme zu verstehen. Es ist zwar noch ein langer weg, aber das <a href="https://www.deepwave.org/polarstern-nimmt-kurs-auf-die-ostantarktis/">Forschungsschiff</a> WALTHER HERWIG wird einen zentralen Beitrag dazu leisten, wissenschaftliche Erkenntnisse für eine &#8222;<a href="https://www.deepwave.org/goldene-regeln-zur-rettung-der-fischbestaende/">nachhaltige Bewirtschaftung</a>&#8220; und den Schutz der Meere zu gewinnen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/neues-fischereiforschungsschiff-des-bundes-in-litauen-auf-kiel-gelegt-walther-herwig/">Neues Fischereiforschungsschiff des Bundes in Litauen auf Kiel gelegt</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
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		<item>
		<title>Deutsche Umwelthilfe zu Grundschleppnetzfischerei in der Ostsee: „Neue Verbote gehen immer noch nicht weit genug“</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/deutsche-umwelthilfe-zu-grundschleppnetzfischerei-in-der-ostsee-neue-verbote-gehen-immer-noch-nicht-weit-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2024 12:29:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Überfischung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.deepwave.org/?p=20825276</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung, 29.11.2024, Deutsche Umwelthilfe Berlin, 29.11.2024: Die besonders umweltschädliche Grundschleppnetzfischerei wird in drei deutschen Ostsee-Meeresschutzgebieten zumindest teilweise verboten: in Fehmarnbelt, Kadetrinne und Pommersche Bucht-Rönnebank. Das hat die EU-Kommission gestern im Einklang mit einem Vorschlag der Ostseestaaten von 2022 angekündigt, um die sensiblen Sandbänke und Riffe vor Ort zu schützen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20825282" style="width: 1930px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/viviane_m_pixabay_ostsee_dorsch_kabeljau_2.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20825282" class="wp-image-20825282 size-full" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/viviane_m_pixabay_ostsee_dorsch_kabeljau_2.jpg" alt="Ein Dorsch schwimmt im dunklen Wasser frontal auf einen zu. Dorsch wird unter anderem durch Grundschleppnetzfischerei gefischt." width="1920" height="1277" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/viviane_m_pixabay_ostsee_dorsch_kabeljau_2.jpg 1920w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/viviane_m_pixabay_ostsee_dorsch_kabeljau_2-1280x851.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/viviane_m_pixabay_ostsee_dorsch_kabeljau_2-980x652.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/viviane_m_pixabay_ostsee_dorsch_kabeljau_2-480x319.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" /></a><p id="caption-attachment-20825282" class="wp-caption-text">© Viviane M. / pixabay</p></div>
<p>Pressemitteilung, 29.11.2024, Deutsche Umwelthilfe</p>
<p><u>Berlin, 29.11.2024</u>: Die besonders umweltschädliche Grundschleppnetzfischerei wird in drei deutschen Ostsee-Meeresschutzgebieten zumindest teilweise verboten: in Fehmarnbelt, Kadetrinne und Pommersche Bucht-Rönnebank. Das hat die EU-Kommission gestern im Einklang mit einem Vorschlag der Ostseestaaten von 2022 angekündigt, um die sensiblen Sandbänke und Riffe vor Ort zu schützen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Pläne als unzureichend.</p>
<p>Das kommentiert <u>Sascha Müller-Kraenner</u>, DUH-Bundesgeschäftsführer:</p>
<p><i>„<b>Die neuen Verbote sind nur ein kleiner Trost, denn Grundschleppnetzfischerei bleibt in der Mehrzahl der Schutzgebiete in der Ostsee zugelassen.</b> Das gilt insbesondere in Küstenregionen, wo der Fischereidruck höher ist als in den Gebieten, für die jetzt Einschränkungen beschlossen wurden. Grundschleppnetzfischerei beschädigt den Meeresboden, verursacht hohe Mengen an Beifang und setzt Kohlenstoff aus dem Sediment frei. Dies bedroht die ohnehin schon stark geschädigten Meeresökosysteme und ihre tierischen Bewohner, darunter die Dorschpopulation. Vom einstigen ‚Brotfisch‘ der deutschen Ostseefischerei landen die letzten großen Tiere in den Grundschleppnetzen der Schollenfischerei. <b>Wir fordern eine strenge Verträglichkeitsprüfung für Grundschleppnetzfischerei in sämtlichen Schutzgebieten und weitreichendere Beschränkungen.</b>“</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-zu-grundschleppnetzfischerei-in-der-ostsee-neue-verbote-gehen-immer-noch-nich/">Diese Pressemitteilung</a> findet ihr bei der <a href="https://www.duh.de/">Deutschen Umwelthilfe</a>.</p>
<p>Es ist schwer nachzuvollziehen, warum in &#8222;Schutzgebieten&#8220; überhaupt <a href="https://www.deepwave.org/eu-entscheidung-zu-ostsee-fangquoten/">gefischt</a> werden darf – der Begriff wird hier zur Farce. Angesichts beim <a href="https://www.deepwave.org/helcom-bericht-zeigt-wie-schlecht-es-der-ostsee-geht/">alarmierenden Zustands der Ostsee</a> und der <a href="https://www.deepwave.org/energiekrise-bei-ostdorsch-und-co-wie-ueberduengung-und-klimawandel-die-nahrungsnetze-der-ostsee-veraendern/">Dorschpopulation</a>, wären ambitioniertere Maßnahmen dringend nötig. Es herrscht nun in der Ostsee zwar schon länger ein Dorschfangverbot, doch trotzdem landet er noch als <a href="https://www.deepwave.org/beifang-ein-unwort/">Beifang</a> in den Netzen.</p>
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		<title>Vorkommen von Blau- und Finnwalen in der Arktis</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/vorkommen-von-blau-und-finnwalen-in-der-arktis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2024 16:01:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung, 27.11.2024, AWI Forschungsteam unter AWI-Leitung stellt erste akustische Langzeituntersuchung von Bartenwalen in der östlichen Framstraße vor Die Langzeitanalyse der Unterwasserrufe von Blau- und Finnwalen in der östlichen Framstraße liefert wichtige Erkenntnisse zu saisonalen und jährlichen Mustern im Vorkommen von Blau- und Finnwalen in diesem Gebiet. So waren Blauwale vor allem im Sommer und Herbst [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20825318" style="width: 2570px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/torsten-dederichs-unsplash_finnwal_wal_arktis_farmstrasse-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20825318" class="wp-image-20825318 size-full" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/torsten-dederichs-unsplash_finnwal_wal_arktis_farmstrasse-scaled.jpg" alt="Eine Schwanzflosse eines Wals ragt aus dem Meer. Im Hintergrund sind Eisberge zu sehen" width="2560" height="1707" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/torsten-dederichs-unsplash_finnwal_wal_arktis_farmstrasse-scaled.jpg 2560w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/torsten-dederichs-unsplash_finnwal_wal_arktis_farmstrasse-1280x854.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/torsten-dederichs-unsplash_finnwal_wal_arktis_farmstrasse-980x653.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2024/12/torsten-dederichs-unsplash_finnwal_wal_arktis_farmstrasse-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" /></a><p id="caption-attachment-20825318" class="wp-caption-text">© Torsten Dederichs / Unsplash</p></div>
<p>Pressemitteilung, 27.11.2024, AWI</p>
<p><strong>Forschungsteam unter AWI-Leitung stellt erste akustische Langzeituntersuchung von Bartenwalen in der östlichen Framstraße vor</strong></p>
<div class="u-text-bold">
<p><strong>Die Langzeitanalyse der Unterwasserrufe von Blau- und Finnwalen in der östlichen Framstraße liefert wichtige Erkenntnisse zu saisonalen und jährlichen Mustern im Vorkommen von Blau- und Finnwalen in diesem Gebiet. So waren Blauwale vor allem im Sommer und Herbst zu hören, während die akustische Präsenz von Finnwalen auf ein deutlich längeres und variableres Vorkommen hinweist. Der einmalige Langzeitdatensatz belegt zudem in den Wintermonaten das vereinzelte Auftreten von Blauwalen – den größten Tieren der Erde. Diese Erkenntnisse stellt ein Forschungsteam unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts jetzt in der Fachzeitschrift<i> PLOS ONE </i>vor.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<div id="c112459">
<div class="ce-textpic ce-right ce-intext">
<div class="ce-bodytext">
<p>Die östliche Framstraße ist stark von den Folgen des Klimawandels betroffen, was sich auch auf die dort lebenden Arten auswirkt. So führen steigende Meerestemperaturen unter anderem zu einem deutlichen Rückgang des Meereises und zu Verschiebungen im Nahrungsnetz. Für Bartenwalarten, die saisonale Wanderungen unternehmen, ist der östliche Teil der Framstraße zwischen Svalbard und Grönland eine wichtige Region, denn dort transportiert eine Meeresströmung relativ warmes Wasser in die Arktis, was wiederum eine hohe biologische Produktivität bedingt. Das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) betreibt in diesem Gebiet seit 2014 das Ozean-Beobachtungssystem FRAM (Frontiers in Arctic Marine Monitoring), um langfristige Veränderungen zu untersuchen. Teil des Observatoriums sind akustische Langzeitbeobachtungen bei denen im Ozean verankerte Rekorder mit Hilfe von Hydrophonen (Unterwasser-Mikrofonen) Geräusche aufzeichnen, beispielsweise die Rufe von Walen. Diese schaffen eine Grundlage für die Untersuchung von Artenvorkommen, insbesondere im Hinblick auf mögliche klimawandelbedingte Veränderungen, einzelne Geräte waren bereits vor der Einrichtung des FRAM-Observatoriums ausgebracht worden, außerdem steuerte das Pacific Marine Environmental Laboratory der NOAA zwei Datensätze bei.</p>
<p>„Fortschreitende Veränderungen des Lebensraums, wie der Rückgang des Meereises, werden voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf das Vorkommen mariner Säugetiere haben“, berichtet Marlene Meister, Doktorandin am Alfred-Wegener-Institut und Erstautorin der aktuellen Studie. Daher erwarten die Forschenden unter anderem, dass Blau- und Finnwale, die vorwiegend im Sommer und Herbst aus dem Nordatlantik in die Framstraße zum Fressen migrieren, ihren Aufenthalt dort räumlich und zeitlich ausdehnen oder möglicherweise das ganze Jahr über dort verweilen. In der aktuellen Publikation untersuchten sie deshalb saisonale Muster im akustischen Vorkommen von Blau- und Finnwalen im Zeitraum von 2012 bis 2021.</p>
<p>„Das Migrationsverhalten von Finnwalen ist als relativ flexibel bekannt und die Tiere waren auch das ganze Jahr über zu hören. Überrascht waren wir jedoch, dass wir in drei der zehn Beobachtungsjahre vereinzelte Tage mit Blauwalruf-Detektionen im Januar oder Februar gefunden haben“, sagt Marlene Meister. Dies sei ungewöhnlich, da angenommen wird, dass die Tiere sich zu diesem Zeitpunkt in südlicheren Gebieten aufhalten. „Die sporadische akustische Präsenz im Winter deutet darauf hin, dass einzelne Tiere ihren saisonalen Aufenthalt in der Framstraße verlängern oder zu dieser Jahreszeit aus südlicheren Aufenthaltsorten in das Gebiet zurückkehren. Das Migrationsverhalten von Blauwalen im Nordatlantik gilt eigentlich als recht verlässlich, weshalb ich einen auf Sommer und Herbst begrenzten Aufenthalt der Tiere erwartet hätte“, berichtet die AWI-Biologin weiter. Weil es vor 2012 keine akustischen Langzeitaufnahmen aus der östlichen Framstraße gab, ließe sich allerdings nicht mit Sicherheit sagen, dass das (akustische) Vorkommen von Blauwalen im Winter in der Framstraße ein neues, klimawandelbedingtes Phänomen ist. Insgesamt konnte das Forschungsteam einen deutlichen Einfluss von Meerestemperatur und Zooplanktonvorkommen auf die akustische Präsenz von Blauwalen feststellen.</p>
<p>Das Forschungsteam leistet einen wichtigen Beitrag zur Untersuchung des Artenvorkommens und damit zur Dokumentation potenzieller klimawandelbedingter Veränderungen. Zudem unterstreicht die Veröffentlichung die Bedeutung der Framstraße als einen wertvollen Lebensraum für Bartenwale (vermutlich als Fresshabitat) und trägt zu einem besseren Verständnis des Wanderungsverhaltens verschiedener Arten bei. Die angewandte Methode, das Passive Akustische Monitoring (PAM), ist besonders wichtig, um das (akustische) Artenvorkommen ganzjährig und auch unter widrigen Bedingungen zu untersuchen, und wird daher vom AWI im FRAM-Observatorium als Teil der Langzeitforschung fortgesetzt. Schließlich sind vor allem im Winter visuelle Beobachtungen aufgrund von Eisbedeckung und Dunkelheit nahezu unmöglich.</p>
<p>Ein verbessertes Verständnis von Artenvorkommen, Habitatnutzung und Migrationsverhalten ermöglicht es, Schutzmaßnahmen gezielter einzusetzen. Diese sind momentan von besonderer Bedeutung: Der Rückgang des Meereises macht den Arktischen Ozean für menschliche Aktivitäten immer zugänglicher. Der steigende Schiffsverkehr in der Arktis, etwa entlang der Nordwest- oder Nordostpassage, führt zu erhöhtem anthropogenem Stress für marine Säugetiere. Unterwasserlärm, vor allem durch Schiffsmotoren und seismische Untersuchungen, beeinträchtigt bereits heute die Kommunikation von Bartenwalen. Zudem drohen zusätzliche Gefahren durch vermehrte Schiffskollisionen, Lebensraumzerstörungen und Ölverschmutzungen. Effektive Maßnahmen zur Reduzierung von anthropogenem Stress sind daher in Zeiten des Klimawandels umso wichtiger.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.awi.de/ueber-uns/service/presse/presse-detailansicht/vorkommen-von-blau-und-finnwalen-in-der-arktis.html">Diese Pressemitteilung</a> und die dazugehörige <a href="https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0314369">Originalpublikation</a> findet ihr beim<a href="https://www.awi.de/"> AWI</a>.</p>
<p>Der Arktische Ozean befindet sich in einem rasanten <a href="https://www.deepwave.org/arktischer-ozean-im-wandel/">Wandel</a>, der marine Ökosysteme tiefgreifend verändert. Mit der fortschreitenden Klimakrise werden immer mehr Arten &#8211; nicht nur <a href="https://www.deepwave.org/wie-man-einen-wal-rettet/">Wale</a> &#8211; gezwungen sein, ihre <a href="https://www.deepwave.org/klimawandel-bedroht-polardorschbestaende-in-der-arktis/">Lebensräume und Verbreitungsmuster anzupassen</a>.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/vorkommen-von-blau-und-finnwalen-in-der-arktis/">Vorkommen von Blau- und Finnwalen in der Arktis</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
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		<title>Verbrauchertäuschung mit angeblich „klimaneutralem“ Erdgas: Deutsche Umwelthilfe leitet Rechtsverfahren gegen 15 weitere Gasversorger ein</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/verbrauchertaeuschung-mit-angeblich-klimaneutralem-erdgas-greenwashing/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2024 10:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klima]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung, 26.11.2024, DUH • DUH-Bundesgeschäftsführer Resch wirft den Erdgasversorgern „unverantwortliches Greenwashing“ vor, indem sie fossiles Erdgas einfach zu „Ökogas“ umlabeln • Angebliche Klimaneutralität bleibt leeres Versprechen: Wesentliche Informationen zu Ökogas-Tarifen werden Verbraucherinnen und Verbrauchern vorenthalten • Gasversorger sollen transparent über verheerende Klimaauswirkungen durch fossiles Erdgas informieren und diese nicht durch untaugliche Kompensationsprojekte grün waschen Berlin, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20825395" style="width: 1930px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/gasleitung_greenwashing_erdgas_pixabay_ds_30.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-20825395" class="wp-image-20825395 size-full" src="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/gasleitung_greenwashing_erdgas_pixabay_ds_30.jpg" alt="Greenwashing - Eine gelbe Gasleitung" width="1920" height="1272" srcset="https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/gasleitung_greenwashing_erdgas_pixabay_ds_30.jpg 1920w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/gasleitung_greenwashing_erdgas_pixabay_ds_30-1280x848.jpg 1280w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/gasleitung_greenwashing_erdgas_pixabay_ds_30-980x649.jpg 980w, https://www.deepwave.org/wp-content/uploads/2025/01/gasleitung_greenwashing_erdgas_pixabay_ds_30-480x318.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 1920px, 100vw" /></a><p id="caption-attachment-20825395" class="wp-caption-text">© Pixabay / ds_30</p></div>
<p>Pressemitteilung, 26.11.2024, DUH</p>
<p><strong>• DUH-Bundesgeschäftsführer Resch wirft den Erdgasversorgern „unverantwortliches Greenwashing“ vor, indem sie fossiles Erdgas einfach zu „Ökogas“ umlabeln</strong></p>
<p><strong>• Angebliche Klimaneutralität bleibt leeres Versprechen: Wesentliche Informationen zu Ökogas-Tarifen werden Verbraucherinnen und Verbrauchern vorenthalten</strong></p>
<p><strong>• Gasversorger sollen transparent über verheerende Klimaauswirkungen durch fossiles Erdgas informieren und diese nicht durch untaugliche Kompensationsprojekte grün waschen</strong></p>
<p><u>Berlin, 26.11.2024</u>: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) läutet im Kampf gegen Greenwashing durch Gasversorger die nächste Runde ein: Die Umwelt und Verbraucherschutzorganisation hat deutschlandweit 15 weitere Unternehmen aufgefordert, ihre irreführende Werbung für angeblich klimaneutrales oder CO2-kompensiertes Erdgas abzustellen und entsprechende Unterlassungserklärungen zu unterzeichnen. Die Gasversorger geben vor, dass Verbraucherinnen und Verbraucher dank Kompensation ohne Auswirkungen auf das Klima weiter mit fossilem Gas heizen können. Verbraucherinnen und Verbraucher werden allerdings nicht ausreichend über die Kompensationsversprechen aufgeklärt. Das betrifft insbesondere die zur vermeintlichen Kompensation genutzten Klimaschutzprojekte, denn zahlreiche Recherchen bestätigen mittlerweile die Kritik der DUH und zeigen: Ungeeignete Kompensationsprojekte haben massenhaft Phantomgutschriften generiert.<br />
<u><br />
Jürgen Resch</u>, Bundesgeschäftsführer der DUH:<i> „</i><i>Deutschlandweit labeln Gasversorger fossiles Erdgas mit fragwürdigen Kompensationsgutschriften einfach um und verkaufen es als ‚Ökogas‘. Dieses unverantwortliche Greenwashing ist mitverantwortlich dafür, dass immer noch jedes Jahr hunderttausende Gasthermen neu installiert werden. Mit unseren neuen Rechtsverfahren wollen wir dies stoppen. Die Werbeversprechen sind für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nachvollziehbar, da die Unternehmen kaum Transparenz zu den verwendeten Kompensationsprojekten bieten. Wie zahlreiche Studien belegen, sparen die meisten bestehenden Projekte zum CO2-Ausgleich allerdings nicht einmal annähernd so viele Treibhausgase ein, wie behauptet. Intransparente Kompensationsversprechen ohne Angaben zu den genutzten Projekten sind auf dieser Grundlage völlig wertlos. </i><i>Wir fordern die Gasversorger auf, ehrlich über die verheerenden Klimaauswirkungen des fossilen Erdgases zu informieren und diese nicht durch fragwürdige Verrechnung mit zumeist untauglichen Kompensationsprojekten im Ausland zu verschleiern. Fossile Energieträger in grünem Gewand sind keine Lösung, sondern Teil des Problems.</i><i>“<br />
</i><u><br />
Agnes Sauter</u>, Leiterin Ökologische Verbraucherberatung und Marktüberwachung der DUH<i>: „Das zuständige Bundesjustizministerium muss endlich durchgreifen und die neue EU-Richtlinie zur ‚Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel‘ zügig in nationales Recht umsetzen, um Klimaneutralitätsversprechen komplett zu verbieten, wenn diese auf Kompensation beruhen. Es ist untragbar, dass Unternehmen ihre Öko-Bilanzen weiterhin mit unwirksamen Phantomgutschriften verschönern.“<br />
</i><b><br />
Hintergrund:<br />
</b><br />
Die DUH hat folgende Unternehmen zur Unterlassung aufgefordert: Brillant Energie GmbH (Leipzig), enercity AG (Hannover), eprimo GmbH (Neu-Isenburg), Erlanger Stadtwerke AG (Erlangen), homee GmbH (Berlin), Knauber Erdgas GmbH (Bonn), NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH (Mönchengladbach), Stadtwerke Geseke GmbH (Geseke), Stadtwerke Langenfeld GmbH (Langenfeld), Stadtwerke Lauffen am Neckar GmbH (Lauffen a. N.), Stadtwerke Mühlheim am Main GmbH (Mühlheim a. M.), Stadtwerke Recklinghausen GmbH (Recklinghausen), Stadtwerke Zeven GmbH (Zeven), Stadtwerke München GmbH (München) und Technische Werke Ludwigshafen am Rhein AG (Ludwigshafen).</p>
<p>In der Vergangenheit hat die DUH bereits Rechtsverfahren gegen 25 Gasversorger eingeleitet und diese zur Unterlassung ihrer Ökogas-Lüge aufgefordert. 19 Unternehmen haben eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben. Gegen die Entega Plus GmbH hat die DUH vor Gericht ein Anerkenntnisurteil erwirkt. Sieben Verfahren laufen derzeit, wovon drei sich auf den Verstoß gegen eine vorherige Unterlassungserklärung beziehen. Die Gas und Strom Mittelrhein GmbH konnte darlegen, dass sie für den betroffenen Tarif keine Neukunden anwarben und keine Bestandskunden vorhanden waren, weshalb die Abgabe einer Unterlassungserklärung entfallen ist. In diesen früheren Fällen ging es vor allem um Kompensationsversprechen auf der Grundlage untauglicher Klimaschutzprojekte in den Bereichen Wald, Kochöfen und Wasserkraft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/verbrauchertaeuschung-mit-angeblich-klimaneutralem-erdgas-deutsche-umwelthilfe-leitet-rechtsverfah/">Diese Pressemitteilung</a> findet ihr bei der <a href="https://www.duh.de/">DUH</a>.</p>
<p>Anstatt ehrlich auf erneuerbare Energien umzustellen, setzen Gasversorger auf <a href="https://www.deepwave.org/repraesentative-umfrage-belegt-verbraucherinnen-und-verbraucher-gehen-falschen-umweltversprechungen-zu-sogenanntem-bioplastik-auf-den-leim/">Greenwashing</a> und lassen damit wertvolle Zeit im Kampf gegen die Klimakrise verstreichen. Ebenfalls problematisch ist die parallele Entwicklung des <a href="https://www.deepwave.org/lng-gut-fuer-die-luft-schlecht-fuers-klima/">Flüssigerdgases (LNG)</a>: Es wird als Brückentechnologie beworben, obwohl der Methanausstoß von LNG-betriebenen Schiffen sogar höher ist als bei herkömmlichen Treibstoffen. Transparente Aufklärung und ein konsequenter Umstieg auf wirklich <a href="https://www.deepwave.org/co2-speicherung-darf-ausstieg-aus-fossilen-energien-nicht-behindern/">erneuerbare Energien</a> sind dringend notwendig, um den Verbrauchern nachhaltige Alternativen zu bieten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/verbrauchertaeuschung-mit-angeblich-klimaneutralem-erdgas-greenwashing/">Verbrauchertäuschung mit angeblich „klimaneutralem“ Erdgas: Deutsche Umwelthilfe leitet Rechtsverfahren gegen 15 weitere Gasversorger ein</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>BUND: Weltklimakonferenz verfehlt ambitionierte Klimafinanzierung</title>
		<link>https://dev.deepwave.org/bund-weltklimakonferenz-verfehlt-ambitionierte-klimafinanzierung-cop29/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Amalia Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 14:58:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.deepwave.org/?p=20825304</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung, 25.11.2024, BUND Beschlüsse gehen an drastischer Realität der Klimakrise vorbei. Neues Finanzierungsziel gefährdet Lebengrundlange von Millionen von Menschen Konkrete Zusagen für ehrgeizigere Klimaschutzbeiträge bleiben aus geringer Handlungsspielraum der Zivilgesellschaft Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert den Ausgang der diesjährigen UN-Klimakonferenz deutlich. Die Staatengemeinschaft verpasst nach zähen Verhandlungen die Chance, sich auf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://dev.deepwave.org/bund-weltklimakonferenz-verfehlt-ambitionierte-klimafinanzierung-cop29/">BUND: Weltklimakonferenz verfehlt ambitionierte Klimafinanzierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://dev.deepwave.org">DEEPWAVE e.V.</a>.</p>
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<p>Pressemitteilung, 25.11.2024, BUND</p>
<p><strong>Beschlüsse gehen an drastischer Realität der Klimakrise vorbei.</strong></p>
<ul>
<li>Neues Finanzierungsziel gefährdet Lebengrundlange von Millionen von Menschen</li>
<li>Konkrete Zusagen für ehrgeizigere Klimaschutzbeiträge bleiben aus</li>
<li>geringer Handlungsspielraum der Zivilgesellschaft</li>
</ul>
<p>Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert den Ausgang der diesjährigen UN-Klimakonferenz deutlich. Die Staatengemeinschaft verpasst nach zähen Verhandlungen die Chance, sich auf ausreichende finanzielle Unterstützung für ärmere Staaten und ambitionierteren Klimaschutz zu einigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Unzureichende Finanzierung gefährdet globalen Klimaschutz</h3>
<p>Das bisherige Ziel von 100 Milliarden Dollar jährlicher Finanzierung wurde vielfach kritisiert, da es an den eigentlichen Bedarfen vorbei geht. Im Abschlusstext einigten sich die Staaten nun auf eine Summe von 300 Milliarden jährlicher Klimafinanzierung bis 2035, wobei die Industrieländer die Führung übernehmen sollen. Zusätzlich soll bis zur nächsten COP ein Fahrplan erarbeitet werden, wie diese Summe auf 1,3 Billionen aus staatlichen sowie anderen Quellen angehoben werden kann.</p>
<p><b>Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: </b>„Das Verhandlungsergebnis ist enttäuschend und verfehlt bei weitem die eigentlichen finanziellen Bedarfe. Das blockiert nicht nur ambitionierten Klimaschutz, es gefährdet auch ganz konkret die Lebensgrundlage von Menschen weltweit. Die reichen Industriestaaten präsentieren sich gerne als Vorreiter in Sachen Klimaschutz, werden ihrer besonderen Verantwortung in dieser zentralen Frage jedoch nicht gerecht.”</p>
<p>Der BUND fordert, dass die deutschen Finanzzusagen ab 2025 auf mindestens acht Milliarden Euro neuer und zusätzlicher Finanzierung jährlich steigen, um den weltweiten Klimaschutz effektiv zu unterstützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Klares Signal für ambitionierteren Klimaschutz bleibt aus</h3>
<p>Im vergangenen Jahr fand die erste globale Bestandsaufnahme statt. Sie wies deutliche Lücken bei den nationalen Klimabeiträgen und deren Umsetzung auf. In den diesjährigen Verhandlungen haben die Staaten die Chance verpasst, konkrete Vorgaben für ehrgeizigere nationale Klimaschutzbeiträge (NDCs) im nächsten Jahr zu bestimmen.</p>
<p>Bandt: „Die vergangenen Monate mit schweren Überschwemmungen in Nepal, Nigeria und Spanien haben uns noch einmal drastisch vor Augen geführt, wie essentiell entschlossener Klimaschutz ist. Wir können uns nicht mehr erlauben, dass es bei leeren Worthülsen bleibt. Auf der Konferenz im vergangenen Jahr wurde erstmals eine Abkehr von fossilen Energien beschlossen. Dieses Momentum aufzugreifen und voranzutreiben, hat die Konferenz in diesem Jahr verfehlt.”</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Kein Klimaschutz ohne Menschenrechte</h3>
<p>Die Ausrichtung der COP29 in einem Öl- und Gasförderland wie Aserbaidschan erschwerten die Verhandlungen zusätzlich.</p>
<p><b>Karola Knuth, Bundesvorstand der BUNDjugend:</b> „Dass die COP nun zum dritten Mal in Folge in einem Staat mit zweifelhafter Menschenrechtslage stattfindet, ist ein Skandal. Die Zivilgesellschaft durfte ihre wichtigen Stimmen in die internationalen Verhandlungen nicht einbringen, was wir in den Ergebnissen sehen. Insbesondere marginalisierte Menschen müssen um ihre Sicherheit fürchten. Diese Verdrehungen stärken den Einfluss von fossilen Unternehmen und Staaten und lassen unsere kritischen Stimmen scheinbar verstummen. Deshalb lehnen wir und viele weitere zivilgesellschaftliche Akteure die Ergebnisse ab und bleiben laut!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-weltklimakonferenz-verfehlt-ambitionierte-klimafinanzierung/">Diese Pressemitteilung</a> findet ihr beim <a href="https://www.bund.net/">BUND</a>.</p>
<p>Die COP29 enttäuscht auf ganzer Linie: Halbherzige Finanzierungszusagen und fehlender Ehrgeiz beim Klimaschutz zeigen, dass die Weltgemeinschaft weiter an der Realität der Klimakrise vorbeischrammt. Zwar wurde auf der <a href="https://www.deepwave.org/cop27-fonds-fuer-klimaschaeden-gibt-hoffnung-15-grad-limit-gefaehrdet/">COP27 vor zwei Jahren </a><a href="https://www.deepwave.org/cop27-fonds-fuer-klimaschaeden-gibt-hoffnung-15-grad-limit-gefaehrdet/">Klimafonds für Verluste und Schäden beschlossen</a>, doch diese wurden nicht genutzt, um ambitionierte Maßnahmen nachzulegen. Bereits zu Beginn der COP29 hatte die <a href="https://www.deepwave.org/weltklimagipfel-deutsche-umwelthilfe-fordert-klare-signale-der-bundesregierung-fuer-klimafinanzierung-und-methan-minderung/">DUH klare Signale der Bundesregierung für Klimafinanzierung und Methan-Minderung gefordert</a>.</p>
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